Trauer und Hoffnung, hallo Ihr Lieben,

lange nichts mehr von mir gehört. Nur manchmal ist das halt so im Leben. Gerade wenn einem plötzlich der Mittelpunkt fehlt.

Im Mai ist meine Oma verstorben, die ich sehr geliebt habe. Man hat immer mit ihr reden können und sie hatte immer Zeit für eine Tasse Kaffee. Oft haben wir uns bei ihr getroffen und über alles und jeden gesprochen oder Karten gespielt. Es tat immer so gut und sie hatte auch immer ein offenes Ohr und ein paar Ratschläge.

Heute fehlt sie mir mit samt ihrer Kittelschürze. Aber es hat mich auch wieder was gelehrt. Was bringen schon die tollsten Geschenke, wenn man doch Zeit schenken kann. Die Zeit, die man sich nimmt um richtig zuzuhören und mitzufühlen. Wo kein Handy stört oder nebenbei noch was erledigt wird. Diese Zeit ist so unendlich wertvoll. Aktives Zuhören und in andere Reinversetzen – manchmal echt unterschätzt.

Oma hat uns keine großen Geschenke gemacht oder uns mit Materialien zugeworfen, nein, sie hat es geschafft echte Weisheiten an uns weiterzugeben und das Gefühl, dass sie zuhört und ganz bei uns ist. Egal wann, sie hat sich immer zu einem gesetzt und einen in aller Ruhe erzählen lassen. Ein paar Rückfragen und Tips aus respektvollem Abstand und schon sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Diese positive Einstellung, dieses gutmütige Betrachten und die Herzlichkeit gehen mir wohl hoffentlich nie mehr verloren.

Ich kann nur hoffen, dass ich ebenso ein Mittelpunkt für meine Familie sein kann und es schaffe sie so zu stärken, wie meine Oma es bei uns getan hat. Ich werde es auf jeden Fall immer versuchen. Danke für diesen bleibenden Schatz, du wirst immer in mir weiter leben.

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