Hilfe, mein Kind spinnt!

Wer hat das nicht schon mal gedacht? Aber ich kann euch echt beruhigen. Die Kinder spinnen nicht, die sind ganz normal.

Das sehe ich bei meinen 6 Kids immer wieder. Beim Ersten dachte ich noch „was ist das denn jetzt?“ und ab dem vierten wusste man dann sicher „okay, die Phase kenn ich“.

Am schnellsten habe ich das bei den Duschgewohnheiten gemerkt.

Mit 11/12 Jahren habe ich jeden zweiten Tag dahinter sein müssen, dass die Kids endlich mal wieder Duschen. Wenn es nach denen gegangen wäre, hätte es auch alle eineinhalb Wochen gereicht.

Aber dann mit 14 schlägt das plötzlich um. Da musste ich dann aufpassen, dass nicht mehrmals am Tag geduscht wurde und jedes Mal eine halbe Flasche Duschzeug drauf ging.

Und mit 16 brauchte ich mich gar nicht mehr darum kümmern, denn dann lief alles wie von ganz alleine.

Und genau so lief es immer wieder. Ich hatte schon ein breites Grinsen auf den Lippen, als ich meine Jüngsten damals daran erinnerte, die Dusche zu benutzen.  „Ja aber,….“ Nein, leider Pech gehabt. Ich kann gaaanz ruhig bleiben und ihn einfach mit sofortiger Wirkung ins Bad schicken. Ohne zu diskutieren oder was zu verschieben. Denn ich weiß, das ist völlig normal und er muss es eh tun. „Schatz, nicht diskutieren, machen.“ Auch der Kleine merkt direkt, das es hier keinen Angriffspunkt gibt und diskutieren nicht hilft. Und auch in der Woche danach versucht er es natürlich wieder. Er ist ja nicht dumm! Aber ich weiß ja schon wie es läuft. Und ich weiß auch schon, dass er es jetzt erst mal immer wieder versucht. Denn das ist halt so. Mit diesem Wissen kann ich viel gelassener damit umgehen. Auch diese Phase geht wieder vorbei. Mit Ruhe, Geduld und liebevoller Konsequenz geht das am schnellsten.

Ich gebe ja zu, ich genieße es inzwischen nicht mehr allen hinterherlaufen zu müssen. So schön kleine Kinder auch sind, ich bin froh keinen mehr füttern, waschen oder schlafen legen zu müssen. Doch ich mag es immer noch allen Kids Brote zu machen und ab und zu eine Kleinigkeit mit in die Dosen zu stecken.

Aber es ist wirklich immer wieder faszinierend, wie sich die Dinge im Laufe der Lebensjahre wiederholen. Das ist dann wie ein Déjà-vu, oder als grüße das Murmeltier.

Das Gute daran ist, dass man sich lange nicht mehr so kirre macht, denn man kennt es ja schon. Man kann viel ruhiger bleiben. Und man betrachtet alles auch mit einem viel kühleren Kopf. Alles gar nicht so schlimm wie es im ersten Moment scheint!

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